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20. April 2015 16:03 Alter: 3 yrs

Konferenzen im April beschäftigten sich mit den Themen Gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen und Kita, Jugendhilfe und Soziale Arbeit

 

Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderungen liegt fast doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Behinderungen. Und obwohl die UN-Behindertenrechtskonvention festlegt, Menschen mit Beeinträchtigungen sollen dort arbeiten können, wo andere Menschen auch arbeiten, fungieren die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) oft als Ersatz für Inklusion. Denn immer mehr Menschen Arbeiten in den WfbM. Auf der Konferenz „Gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen“ am 18 April in Münster haben daher die Fraktionen der Linken in den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe (LVR und LWL) auf der einen Seite nach Möglichkeiten gesucht, die konkreten Arbeitsbedingungen in den Werkstätten zu verbessern und auf der anderen Seite die nötigen Schritte benannt, um Arbeitsplätze in Integrations- und Regelbetrieben zu schaffen und so dem Ziel der Auflösung der Sondereinrichtung Werkstatt näher zu kommen. Die Veranstaltung richtete sich an Werkstattbeschäftigte und interessierte Menschen mit und ohne Behinderungen.

Gleichzeitig veranstaltete DIE LINKE. im LVR in Köln die Konferenz „Markt oder Menschenrechte? Kita, Jugendhilfe und Soziale Arbeit im Spagat“, die sich an Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Eltern und alle Interessierten richtete. Hierbei sollten die Ökonomisierung der Sozial- und Erziehungsberufe thematisiert werden sowie die aktuellen Streiks zur Aufwertung der („Frauen“-)Berufe. An elementaren Aufgaben der Gesellschaft – Kindertagesbetreuung, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe, Soziale Arbeit – wird mit destruktiven Folgen „gespart“; die Veranstaltung hat diese Entwicklungen in den Sozial- und Erziehungsdiensten kritisch aufbereitet und mit Betroffenen lösungsorientiert diskutiert.Dokumentationen der beiden Veranstaltungen werden in Kürze auf dieser Webseite veröffentlicht.


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